Wissenschaft und Forschung

Geschichte der arabischen Welt

Der arabische Frühling sieht anders aus als die iranische grüne Revolution, und in Ägypten hat er eine andere Farbe als in Syrien. Auch wenn es schwerfällt, mehr denn je sollte man unterscheiden zwischen der islamischen Geschichte, also der Geschichte aller Muslime weltweit, von Marokko bis Indonesien, und der Geschichte von Staaten, Herrschaftsgebilden und Kulturen, die nicht darin aufgehen, dass sie sich einer islamischen Weltreligion zugehörig fühlen. Die arabischsprachige Kultur verbreitete sich zwar mit den ersten Expansionswellen des Islam, blieb dann aber doch auf Kernländer (bis ungefähr zur Nord- und Ostgrenze des Irak) konzentriert, die heute noch eine Staatengruppe bilden, die Arabische Liga. Die säkulare Geschichte dieser Länder und Staaten zu schreiben und dezidiert als politische und kulturelle Geschichte zu verstehen, nicht als religiöse Heilsgeschichte, das unternimmt dieses Buch, auch um das Verständnis ganz aktueller Entwicklungen in Ägypten oder Syrien mit einem historischen Fundament zu unterbauen.  [mehr]


Die gescheiterte islamische Reform und die arabische Revolte: Der unaufhaltsame Marsch in den Islamismus

Seit dem Beginn der arabischen Revolte ist ein gutes Jahr vergangen - viele anfängliche Hoffnungen sind zerstoben wie Spreu im Wind, viele optimistische Prognosen wohlwollender Betrachter sind mittlerweile widerlegt worden. Viele wurden von den Vorgängen offensichtlich überrascht - und sie hoffen darauf, dass dies alles nur einen kurzfristigen Zwischenzustand auf dem Weg zu Freiheit und Demokratie darstellt.   [mehr]


Die Stunde der Kurden: Wie sie den Nahen Osten verändern

Seit 100 Jahren kämpfen die Kurden im Nahen Osten um einen eigenen Staat. Ausgerechnet im Irak, wo sie am brutalsten unterdrückt wurden, sehen sie sich nun ihrem Ziel so nah wie nie zuvor. Wie ein Leuchtturm steht ihre autonome Region an einem Meer voller Gewalt. Das kleine, bislang autonome Kurdistan erlebt einen Wirtschaftsboom, ist eine Insel der Toleranz und praktiziert Demokratie wie kein anderes Land im Orient - aber gerade deswegen hat es als Nachbarn mehr Feinde als Freunde.   [mehr]


Der islamische Faschismus: Eine Analyse

Der Islamismus, so die These von Hamed Abdel-Samad, enstand parallel zum italienischen Faschismus und zum Nationalsozialismus. Sein faschistoi­des Gedankengut allerdings reiche viel weiter zurück - es sei nach Darstellung von Abdel-Samad bereits im Ur-Islam angelegt. Hamed Abdel-Samad schlägt in seiner Analyse einen Bogen von den Ursprüngen des Islam bis hin zur Gegenwart. Die Grundzüge des Faschismus scheinen überall durch, analysiert der Autor: In der Organisationsstruktur ebenso wie in der Religion, die stets über dem Menschen stehe. Ein wichtiges Buch, dessen Thesen Hamed Abdel-Samad eine Todes-Fatwa einbrachten.   [mehr]


Scharia - der missverstandene Gott: Der Weg zu einer modernen islamischen Ethik

Kaum ein Begriff sorgt in Bezug auf den Islam für so viel Unbehagen und Unruhe wie »Scharia«. Mouhanad Khorchide legt in Weiterentwicklung seiner bahnbrechenden Grundlegung einer islamischen Theologie (»Islam ist Barmherzigkeit«) und in kritischer Auseinandersetzung mit dem Begriff, der Geschichte und den sehr unterschiedlichen Definitionen der Scharia die Basis für eine moderne islamische Ethik.  [mehr]


Den Islam neu denken: Der Dschihad für Demokratie, Freiheit und Frauenrechte

Dem Islam wird oft nachgesagt, er habe den Anschluss an Moderne und Aufklärung verpasst - ein Irrtum, wie Katajun Amirpur in ihrem eindrucksvollen Buch zeigt. Sie stellt die einflussreichsten Erneuerer des Islams vor, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzen und dabei immer mehr Anhänger in Orient und Okzident finden. Sie wollen die Deutungshoheit über den Islam nicht den Fundamentalisten überlassen und setzen dem Dschihad gegen die Ungläubigen ihren eigenen Dschihad für mehr Freiheit und die Gleichberechtigung der Geschlechter entgegen.  [mehr]


Die Sahara - Tausend Jahre Austausch von Ideen und Waren

Durch kahle Ebenen, Plateaus und Felsbrocken wurden seit dem Mittelalter wichtige Handelsstraßen angelegt: Von der Blütezeit der Kamelkarawanen bis zur Eisenbahnlinie zwischen Sudan und Atlantik fanden Waren, Ideen und Weltbilder auf diesen Wegen ihre Verbreitung - ein früher Meilenstein der Globalisierung. Man stellt sich die Sahara (arabisch für »Wüste«) als unermessliche Sandwüste vor, doch besteht sie zu großen Teilen aus unwegsamem Geröll. Das riesige Gebiet trennt die Länder des südlichen Mittelmeerraums vom tropischen Afrika.   [mehr]


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