Wissenschaft und Forschung

Tests beantragt

US-Biotech-Firma hat mögliche Arznei gegen Coronavirus

Eine Biotech-Firma aus Cincinnati in den USA hat einen möglichen Arzneistoff gegen das Coronavirus entwickelt.
Corona-Virus

Das Biopharmazie-Unternehmen Airway Therapeutics mit Sitz in Cincinnati (Ohio) entwickelt derzeit eine neue Klasse von Biologika, um für Patienten mit Erkrankungen der Atemwege und entzündlichen Erkrankungen den Kreislauf von Verletzungen und Entzündungen zu durchbrechen.

Jetzt will das US-Unternehmen testen, ob seine Eigenentwicklung AT-100 als Medikament gegen das neue Coronavirus (COVID-19) eingesetzt werden kann. AT-100 ist eine bearbeitete Version eines körpereigenen Proteins (rhSP-D), die in vorklinischen Studien laut Firmenangaben Entzündung und Infektion reduziert hat und zugleich die Immunreaktion bei einer Reihe von Erkrankungen der Atemwege stimuliert hat.

Airway Therapeutics hat bei der Abteilung für Erkrankungen der Atemwege des Nationalen Gesundheitsinstitutes und des Nationalen Institutes für Allergien und Infektionskrankheiten einen  Antrag eingereicht mit dem Ziel, AT-100 (rhSP-D) als Medikament gegen den neuen Coronavirus untersuchen zu können.

AT-100 besitzt laut Airway Therapeutics das Potenzial, "als innovative Therapie für den neuen Coronavirus zu dienen, da es auf entscheidende Phasen der Virusinfektion abzielt". 

"Die Forschung hat nachgewiesen, dass rhSP-D bei einer Reihe ernsthafter Atemwegserkrankungen eine entscheidende Rolle in der Beseitigung zahlreicher Bakterien und Viren spielt. COVID-19 ist ein neuer Atemwegsvirus und es ist wichtig, die Daten zu verfolgen, um zu begreifen, ob AT-100 ein effektives Medikament mit prophylaktischem Potenzial zur Reduzierung von Infektionen und Entzündungen bei Patienten mit COVID-19 sein kann", sagte Dr. Marc Salzberg, Präsident und CEO von Airway.

"Der Ausbruch von COVID-19 wirft ein Schlaglicht darauf, wie dringlich es ist, neue Therapien für Patienten in Not zu identifizieren und zu erforschen. Airway engagiert sich in der Zusammenarbeit mit den Nationalen Gesundheitsinstituten, um AT-100 als potentielle Therapieoption zu erforschen und voranzubringen."

(Donnerstag, 12.03.20 - 08:53 Uhr   -   4253 mal angesehen)

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