Wissenschaft und Forschung

Gönninger Tulpenblüte

Trotz Regen gut besuchter erster Tulpensonntag

Mehr als 40.000 Blumenzwiebeln hat der Verein Gönninger Tulpenblüte im vergangenen Herbst in die Erde gebracht. Jetzt blühen die Tulpen und Narzissen in voller Pracht und konnten heute am ersten Tulpensonntag bewundert werden. Auch wir waren zur Eröffnung vor Ort und haben uns außerdem auch auf dem Frühlings- und Künstlermarkt einmal umgesehen.

Das Fest der Gönninger Tulpenblüte wird traditionell mit dem Tulpen-Gottesdienst in der Peter und Paul Kirche begonnen. Da in diesem Jahr, wie bereits auch schon im vergangenen Jahr, das Wetter nicht gänzlich mitspielte, fand hier auch die offizielle Eröffnung durch den Verein Gönninger Tulpenblüte statt.

"Tulpenhauptstadt der Nation"

Anwesend war auch der Reutlinger Oberbürgermeister Thomas Keck, der ein Grußwort hielt. „Der Tulpensonntag ist nicht nur für Gönningen, das ist auch für Reutlingen ein Alleinstellungsmerkmal. Gönningen ist die Tulpenhauptstadt der Nation, das gibt es nur einmal in Deutschland, mit Sicherheit. Und ich finde es toll, dass das auf ehrenamtlicher Basis hier gestemmt wird, vom Verein Gönninger Tulpenblüte. Und ich kann nur sagen: Chapeaux!", lobt der Reutlinger OB.

Auch der Nachwuchs engagiert sich

Auch das Engagement des Nachwuchs wurde deshalb vor Ort geehrt – denn die 4. Klasse der Peter-Rosegger-Schule hat sich um die Bepflanzung und Pflege von etlichen Blumenkübeln in der Stadt gekümmert. So wird an die Jugend auch gleich ein Stück Geschichte weitergegeben. Heinz Gerstlauer, der Vorstand des Vereins Gönninger Tulpenblüte, erklärt, dass die Tulpenblüte in Gönningen regional und überregnional bekannt sei. Früher als Württemberg noch ein Königreich war, wusste man, dass der König mit seiner Königin ein bis zwei Mal im Jahr in seiner Kutsche auf den Friedhof gefahren ist, um diese schöne Tulpenpracht anzuschauen. Man muss wissen, heute bekommt man Tulpen schon an Weihnachten, früher bekam man die erst im April, und die waren sehr, sehr teuer. ", so Gerstlauer.

Tulpen und Osterglocken gibt es deshalb jedes Jahr ab Mitte April in Gönningen zu bewundern. Über 40.000 Blumenzwiebeln werden dafür in die Erde gebracht.

Tulpen & Osterglocken

„Also wir pflanzen auf allen öffentlichen Flächen, also am Marktplatz, am Friedhof, am Tulpenfeld, an der Schule, am Rathaus, in Töpfen und auf Rasenflächen. Und auch zwischen den Ortschaften, zwischen Gönningen und Bronnweiler. 40.000 Tulpen bzw. Osterglocken. Da nehmen vielleicht 30 Leute teil. Und wir haben natürlich auch maschinelle Unterstützung durch die Firma Samenfetzer, weil sonst bekämen wir die 40.000 Zwiebeln nicht hinein", so Gerstlauer.

"Es gibt kein schlechtes Wetter"

Begleitet wird der Tulpensonntag auch vom Frühlings- und Künstlermarkt, der zum Bummeln und Schauen einlädt. Auch Oberbürgermeister Thomas Keck lässt sich trotz des Wetters auf einen Rundgang ein. „Also das Wetter ist völlig uninteressant. Ich habe es heute auch hier in meiner Ansprache gesagt, ich bin ja ein alter Albvereinler und für die gibt es kein schlechtes Wetter, sondern höchstens unpassende Kleidung", betont Keck.

Wetterprognose für den zweiten Tulpensonntag ist gut

Bei gutem Wetter lockt der Tulpensonntag rund 5.000 Menschen nach Gönningen, bei regnerischem Wetter immerhin etwa 1.500. Für den zweiten Tulpensonntag am 23. April sind die Wetteraussichten allerdings deutlich besser – denn dann werden 10 Stunden Sonneschein und angenehme 18 Grad in Gönningen erwartet.

(Sonntag, 16.04.23 - 16:05 Uhr   -   3063 mal angesehen)

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