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Einzigartiger Fund

Archäologen entdecken frühkeltische Siedlung am Kaiserstuhl

Archäologen haben in Wyhl am Kaiserstuhl (Landkreis Emmendingen) eine eisenzeitliche Siedlung entdeckt. Für die Experten ein einzigartiger Fund: Sie bekommen einen bislang einmaligen Einblick in die Entwicklung, Struktur und Organisation einer vermutlich frühkeltischen ländlichen Siedlung.
Kaiserstuhl

Die Ausgrabungen auf der rund 21.000m² großen Fläche bestätigen die Ergebnisse der Sondageuntersuchungen des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Dienststelle Freiburg i.Br., dass sich auf dem Baugelände unterhalb des humosen Oberbodens die Reste einer eisenzeitlichen Siedlung befinden. Diese zeichnen sich als dunkle Verfärbungen im hellen Löss ab. Bisher wurden mehrere Grubenhäuser, Silogruben, ein ebenerdiger Hausgrundriss und einige Siedlungsgruben, u.a. mit Tierdeponierungen freigelegt.

Diese Befunde sind z.T. noch über einen Meter tief erhalten. Aus ihnen konnte bisher reichhaltiges Fundmaterial wie Webgewichte, Spinnwirtel oder auch fast vollständige Keramikgefäße geborgen werden.

Durch die Größe des Untersuchungsareals wird ein für diese Region bisher einmaliger Einblick in die Entwicklung, Struktur und Organisation einer vermutlich frühkeltischen (5. Bis 4. Jh. v. Chr.), ländlichen Siedlung gewährt.

Auch neuzeitliche Grabenstrukturen, die mit Aktivitäten während des Zweiten Weltkrieges in Zusammenhang stehen, haben sich im Boden erhalten. Die betroffenen Flächen waren bereits im Vorfeld der archäologischen Sondierungen durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg untersucht und freigegeben worden.

Bei den weiteren Arbeiten in den verbleibenden Monaten sind weitere spannende Erkenntnisse zur vorgeschichtlichen Besiedlung der Gemarkung Wyhl zu erwarten.

(Donnerstag, 07.09.17 - 17:50 Uhr   -   1021 mal angesehen)

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