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Tübingen

Aus Fiction wird Science: Ausstellung im Stadtmuseum zum Thema Roboter

Sie bauen Autos, saugen Staub oder mähen den Rasen. Doch in Science-Fiction-Filmen können sie weitaus mehr. Und auch die Forschung ist dabei, ihnen immer mehr Aufgaben anzuvertrauen. Die Rede ist von Robotern. Das Stadtmuseum Tübingen hat ihnen eine Ausstellung gewidmet.

Zwei Arme, zwei Beine, zwei Augen und jede Menge Technik. So stellen sich die meisten Menschen Roboter vor. Doch im Alltag begegnen sie uns anders: Beispielsweise als Staubsauger-Roboter. Die Roboter-Ausstellung im Stadtmuseum Tübingen ist die diesjährige Familienausstellung.  "Da werden natürlich immer Dinge angefragt, die für Kinder und Jugendliche spannend und interessant sind und die auch in ihrer Lebenswelt vorkommen", berichtet Kuratorin Laura Pölloth. "Es gibt hier in Tübingen die Kindersprechstunde bei der ersten Bürgermeisterin Frau Arbogast, und wurde von den Kindern angesprochen, dass sie gerne eine Ausstellung zum Thema Roboter hätten. "
 
Roboter gab es schon in Renaissance und Barockzeit, hießen damals Automaten, spielten vorrangig Musik und funktionierten über die Lochkartentechnik.  Erst die Erfindung von Computern machte moderne Roboter möglich.
 
Der Begriff Roboter stammt ursprünglich aus der Science-Fiction – aus einem tschechischen Theaterstück über künstliche Menschen. Robot ist tschechisch und heißt  Zwangsarbeit.

Von da an war die Science-Fiction der Realität immer etwas voraus, aber die Realität holte die Phantasie oft auch wieder ein.
 
Der Künstler Robin Broadfoot hat zusammen mit dem FabLab Neckar-Alb durch Upcycling eigene Roboter geschaffen und sich so seine eigenen Gedanken gemacht: "Das, was uns die 50er, 60er Jahre versprochen wurde, Roboter würden Haushaltsarbeiten in ein paar Jahren erledigen, ist nicht eingetroffen", sagte Broadfoot. "Die sind in der Industrie zu sehen, Film und Fernsehen und leider auch in Form von Drohnen in Kriegsgebieten."    
 
Auch an der Uni Tübingen wird zum Thema Roboter geforscht, und es werden Roboter entwickelt. Einige Exemplare des Lehrstuhls sind im Stadtmuseum ausgestellt, und sie sehen so ganz anders aus als die Roboter in Filmen.  "Ich denke schon, dass die Roboter so langsam Einzug erhalten werden in unsere Gesellschaft, aber so wahrscheinlich nicht in der Form, wie man sie aus Filmen oder Comics kennt", sagte Sebastian Buck vom Lehrstuhl für kognitive Systeme. "Es hat schon angefangen mit den Staubsaugerrobotern, die man immer häufiger sieht, und auch autonome Autos sind Roboter, die jetzt nicht  aussehen wie die typischen Roboter aber trotzdem sich bewegen können. "
 
Auch Schulprojekte sind zu sehen – von den Roboter AGs Tübinger Schulen. Aber das ist noch nicht alles. Denn auch im Auftrag des Museums ist ein Roboter unterwegs: "Es ist das erste Mal, dass wir einen Roboter haben, der live in der Ausstellung Führungen halten wird", sagte Laura Pölloth.
 
Die Roboter-Ausstellung ist von Sonntag an bis zum fünfzehnten Oktober im Stadtmuseum Tübingen zu sehen.

(Freitag, 30.06.17 - 17:08 Uhr   -   969 mal angesehen)

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