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Tierschutz

Ausstellungen zum 100. Geburtstag des legendären Tierfilmers Heinz Sielmann

Die Heinz Sielmann Stiftung plant im Jubiläumsjahr mehrere Veranstaltungen und Ausstellungen zur Ehrung des Vermächtnisses des berühmten Tierfilmers. Er wäre am 2. Juni 2017 100 Jahre alt geworden. "Zeit seines Lebens hatte Heinz Sielmann seine Berühmtheit durch Film und Fernsehen dafür genutzt, die Öffentlichkeit für den Schutz der Natur zu sensibilisieren", sagt Michael Beier, Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. Sein dringlichstes Anliegen sei der Erhalt der Artenvielfalt gewesen. Fünf Kontinente hat Heinz Sielmann im Laufe seiner Arbeit bereist und dabei unzählige Filmproduktionen realisiert.
Heinz Sielmann

„Mir läuft es kalt über den Rücken, wenn ich sehe, was wir mit der Erde angestellt haben", sagte Heinz Sielmann kurz vor seinem Tod. „Die Natur sendet SOS". Im Laufe seines Lebens entwickelte er sich vom leidenschaftlichen Verhaltensforscher zu einem engagierten Naturschützer.

Bekannt wurde er vor allem durch die Sendung „Expedition ins Tierreich" die 1965 zum ersten Mal im westdeutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Auch vor der Wende erfreute sich der Tierfilmer im Osten des Landes mit seiner Sendung großer Beliebtheit.

Expeditionen ins Tierreich fesselten Millionen vor den Bildschirmen

Der renommierte Naturschützer und Tierfilmer wurde 1917 im nordrhein-westfälischen Rheydt (Mönchengladbach) geboren. Er verstarb am 6. Oktober 2006 im Alter von 89 Jahren in München. Bereits als Kind entwickelte Sielmann den Wunsch, die Tierwelt zu erforschen, um sie auf Zelluloid zu bannen. Mit seinen aufwändigen Tierdokumentationen schrieb er in den darauffolgenden Jahrzehnten Kino- und Fernsehgeschichte. Seine Werke brachten ihm zeitlebens zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter auch die Goldene Kamera und den Bambi. Seine beliebteste Fernsehserie war mit 171 Folgen „Expeditionen ins Tierreich", die er von 1965 bis 1991 für das Erste Deutsche Fernsehen produzierte und moderierte. 1994 rief Heinz Sielmann gemeinsam mit seiner Frau Inge die „Heinz Sielmann Stiftung" ins Leben. „Wir dachten darüber nach, wie die Menschen innerhalb nur weniger Generationen in Jahrmillionen entwickelte Lebensformen vernichten", sagt Inge Sielmann, 87, die alle wichtigen Entscheidungen mit ihrem Mann gemeinsam traf. Ihr Anliegen: große, unbesiedelte Gebiete durch Ankauf für den Natur- und Artenschutz dauerhaft zu sichern. Zu den wichtigsten "Sielmanns Naturlandschaften" zählen u.a. Wanninchen, die Döberitzer- und die Kyritz-Ruppiner Heide, die in Brandenburg liegen.

„Eines der wichtigsten Anliegen von Heinz Sielmann war es, auch Kinder und Jugendliche für den Naturschutz zu begeistern", sagt Michael Beier. „In diesem Sinne führen wir als Stiftung seinen Auftrag fort".

Alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr

(Dienstag, 21.02.17 - 13:40 Uhr   -   1022 mal angesehen)

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